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Suchen Sie noch einen guten Vorsatz für 2012? Wie wäre es mit diesem: Murder your DarlingsKeine Bange - das ist kein Aufruf zu Mord und Totschlag. Es geht um unsere Lieblingsvorstellungen. Glaubenssätze, die wir verinnerlicht haben. Meist bemerken wir nicht mal, dass wir Lieblingsvorstellungen haben. Aber sie sind die Brillen, durch die wir die Welt betrachten. Wer z.B. glaubt "Politiker lügen immer" wird dann natürlich auch Belege finden, die diese Weltsicht bestätigen (was in den letzten Wochen nicht so schwer fiel...). Oder nehmen wir die Vorstellung "Ich muss was leisten, um wertvoll zu sein." Wer so denkt, wird überall Situationen sehen, die diese Auffassung bestärken. Dabei gibt es genügend Erlebnisse und Erkenntnisse, die auch gegen unsere Lieblings-Glaubenssätze sprechen: Es gibt ehrliche Politiker. Es gibt Menschen, die mich mögen um meiner selbst willen. Das Gleiche gilt natürlich auch für unsere Glaubenssätze über Gott, den Glauben, das Christsein, die Kirche. „Christen sind Heuchler“. „Die Kirche ist machtgierig.“ „Gott ist ein bösartiger Tyrann.“ Oder auch: „Christen sind bessere Menschen“. „Meine Art, das Christsein zu leben, ist die bessere“. Stellen Sie doch auch diese mal auf den Prüfstand! Lassen Sie zu, dass es Einsichten gibt, die gegen ihr Lieblings-(Vor)Urteil sprechen! Machen Sie neue Erfahrungen mit Ihren neuen Einsichten. Der Autor Rolf Dobelli rät: "Schreiben Sie Ihre Glaubenssätze - sei es in Bezug auf Weltanschauung, Investments, Ehe, Gesundheitsvorsorge.... auf und machen Sie sich auf die Suche nach Disconfirming Evidence (Anm.: Belege, die Ihre Auffassung infrage stellen). Seine Lieblingstheorien zu killen ist harte Arbeit - aber als aufgeklärter Geist werden Sie nicht darum herumkommen." Und der Apostel Paulus bringt es auf den Punkt: "Prüft alles, das Gute aber behaltet!" |

